081207-Nikolauslauf-10.jpg

Pedro Leischwitz Ba-Wü-Triathlon-Meister über Mitteldistanz

Entscheidung bei der „vierten Disziplin“

Beim 27. Breisgau-Triathlon im südbadischen Malterdingen bei Freiburg wurde der für die ASG Tria Hockenheim startende Pedro Leischwitz in 5:09:47 Stunden in der Altersklasse M55 Baden-württembergischer Triathlon-Meister über die Mitteldistanz (2 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen). Bereits nach dem zwei Kilometer langen Schwimmen im Riegeler Müller-See lag der Reilinger in 41:27 Minuten auf dem vierten Rang in aussichtsreicher Position und hatte nur zwei Minuten Rückstand auf seine härtesten Konkurrenten um den Titel. Die insgesamt aus drei Runden bestehende 80 Kilometer lange Radstrecke war mit insgesamt 1020 Höhenmeter äußerst anspruchsvoll und verlangte den knapp 200 Triathleten danach alles ab.

Auf dem Rad, normalerweise die Paradedisziplin des Altmeisters, fühlte sich Leischwitz überhaupt nicht fit. „Es war heute nicht mein Tag auf dem Rad“, so der 59-Jährige nach dem Rennen. Dennoch gelang es dem ASG-Routinier mit der immerhin noch schnellsten Radzeit (2:33:43 Stunden) mit dem späteren Drittplatzierten Andreas Löffler vom TV Heitersheim in die zweite Wechselzone einzufahren. Nach einem erneut schnellen Wechsel von nur 59 Sekunden ging es schnurstracks auf die 21 Kilometer lange Laufstrecke, die es mit über 320 Höhenmetern auf dem Zweirundenkurs ebenfalls in sich hatte. Nach den ersten Kilometern musste der Reilinger die Führung jedoch abgeben, ließ aber seinen Widersacher Andreas Löffler nicht aus den Augen und lag weiter auf Tuchfühlung.

Die Vorentscheidung fiel bereits beim ersten, der zahlreichen knackigen über zehnprozentigen Anstiege, als der Heitersheimer Probleme hatte und deutlich (9:18 Minuten), auf den späteren Landesmeister, zurückfiel. „Allerdings war es kein einfaches Rennen. Von einem Krampf im Oberschenkel kurzzeitig ausgebremst, musste ich bei Kilometer sieben das Tempo etwas herausnehmen. In der zweiten Runde hieß es durchhalten.

Dennoch passierte bei Kilometer 19 beim Bergablaufen das, was man sich auf keinen Fall wünschen würde: Ein stechender Schmerz, die linke Wade gibt den  ,Geist‘ auf. Doch jetzt das Rennen zu verlieren, zu gehen oder gar aufzugeben war kein Thema“, so Leischwitz, der den heranstürmenden schnellsten Läufer Frank Erdmann (1:47:54 Stunden) von Tria Echterdingen gerade noch 32 Sekunden auf Distanz halten konnte, der den Wettkampf allerdings beim ersten Wechsel nach dem Schwimmen verlor, in dem er 2:11 Minuten länger benötigte als der spätere Baden-württembergische Triathlon-Meister.