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ASG-Duo beim Ironman im niederländischen Maastricht

Mit Thomas Kilian und Torsten Rinklef starteten bei Sonnenschein und optimalen Temperaturen von 22 Grad beim Ironman im niederländischen Maastricht in der Provinz Limburg gleich zwei Triathleten der Ausdauersportgemeinschaft Hockenheim. Nachdem sich bereits die Profiathleten in die Fluten der Maas gestürzt hatten begann kurz danach der Rolling Start für die Altersklassen-Athleten, bei dem alle vier Sekunden ein Athlet auf die Schwimmstrecke geschickt wurde. Geschwommen wurden die 3,8 Kilometer zunächst gegen die Strömung der Maas, entlang dem kulturhistorischen Zentrum von Maastricht in Richtung des Gebäudes der Provinzregierung. Dort folgte ein „Australian exit“, bei dem alle Triathleten kurz das Wasser verlassen mussten, um dann angespornt durch die zahlreichen Zuschauer sich wieder mit der Strömung ins Wasser stürzten, um zum Start zurückzuschwimmen.

Fast zeitgleich erreichten Torsten Rinklef in 1:12:44 Stunden und Thomas Kilian in 1:14:01 Stunden den Schwimmausstieg. Durch einen schnellen Wechsel machte der Walldorfer den geringen Schwimmrückstand wett und beide gingen gemeinsam bei erst noch kühlen 13 Grad auf die Radstrecke. Den weit über 2000 Triathleten wurde es allerdings schnell warm, denn die Radstrecke hatte es mit über 1100 Höhenmetern in sich. Der aus zwei Runden bestehende 178 Kilometer lange Radparcours durch Maastricht und die einzigartige limburgische Landschaft, durch die auch der Radklassiker „Amstel Goldrace“ führt, verlangte den Beinen der Athleten einiges ab.

Das Kopfsteinpflaster in Maastricht, die immer wieder kurzen aber knackigen Anstiege wie auf den Bemelerberg und den Geulhemmerberg, sowie das immer wieder abbremsen und herausbeschleunigen aus den engen rechteckigen Kurven schonte auch das Material der Athleten nicht. Auch bei den schnellen Abfahrten auf den engen Straßen, mit nicht einsehbaren Kurven, ständig wechselnden Lichtverhältnissen und durch den Regen in der Nacht zum Teil feuchten Straßenbelägen war immer höchste Aufmerksamkeit und Vorsicht geboten.

„Eine sehr schwierige Radstrecke. Mit mehr Ortskenntnis hätte man bei den zum Teil sehr schönen Abfahrten sicherlich einiges an Zeit gutmachen können” meinte Rinklef, der nach 5:49:09 Stunden vom Rad stieg. „Ein starker Gegenwind verhinderte leider auf der einzigen knapp 25 Kilometer langen flachen Passage vor Maastricht die Zeiten noch zu verbessern“, so der 51-Jährige weiter. „Ich konnte mich mit der Radstecke nicht richtig anfreunden”, resümierte Kilian der nach 5:59:33 Stunden die Wechselzone erreichte.

Bei herrlichem Wetter aber mit mittlerweile müden Beinen ging es dann auf die 42,2 km lange Marathonstrecke mit insgesamt 280 Höhenmetern. Auf dem viermal zu laufenden Rundkurs durch Maastricht mit seinen zahlreichen Kopfsteinpflasterpassagen feierten tausende begeisterte Zuschauer überall auf den Straßen und vor den zahlreichen Cafés der Altstadt mit den Triathleten ein großes Fest.

Nach einer Marathonzeit von 4:32:27 Stunden und einer Gesamtzeit von 11:43:33 Stunden erreichte Torsten Rinklef als 39. der Altersklasse M50 das Ziel auf dem Maastrichter Marktplatz.Thomas Kilian folgte 4:11 Minuten dahinter, konnte aber seinem Vereinskameraden trotz einer fast sechs Minuten schnelleren Marathonzeit von 4:26:43 Stunden nicht mehr einholen. In einer Gesamtzeit von 11:47:44 Stunden belegte der 57-Jährige einen guten 12. Platz in der Altersklasse M55. „Mehr war beim abschließenden Marathon nach der schweren Radstrecke leider nicht drin”, hatte sich Kilian beim Lauf doch etwas mehr erhofft. „Für mich, der eigentlich versucht Höhenmeter zu vermeiden, war die Laufstrecke eine echte Herausforderung”, war Rinklef insgesamt aber nicht unzufrieden.                    

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