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OSTSEEMAN 2015 gefinished

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Der einzigste Langdistanztriathlon in Deutschland bei dem im Meer geschwommen wird und die herrliche "flache" Landschaft hat mich dieses Jahr an die Ostsee gelockt. Aber schon die Ansprachen bei der Pastaparty am Freitag hat uns aufhorchen lassen, es wurde nämlich von einer sehr anspruchsvollen Strecke gesprochen, was dann auf der sechs mal zu durchfahrenden, hügligen und eckigen 30 km langen Radstrecke über 1000 Hm auch zu spüren war.

Aber erst kam ja das Schwimmen. Am Sonntag morgen konnten sich die Teilnehmer ab 6.30 Uhr einschwimmen, was aber nur sehr wenige nutzen. Grund: Das klare Ostseewasser hatte nur 16°C , d.h. Neoprenpflicht und ab 15° hätte der Veranstalter die Schwimmstrecke sogar reduzieren müssen.

 So hat sich die Mehrheit erst nach dem Startschuss um 7:00 Uhr ins Wasser getraut. Nach den ersten 1000 m hatte man sich dann auf dem zweimal zu durchschwimmenden Rechteckkurs langsam "warm" geschwommen. Einige Meeresbewohner waren im sehr klaren Ostseewasser ständiger Begleiter, wie Quallen, Seesterne, Krebse und Berge von Muscheln. Beim Armzug hatte ich ab und an eine tennisballgroße Qualle in der Hand. Nach 1:26 h wurde das kalte Salzwasser abgeduscht und in der sehr schön gelegenen Wechselzone direkt an der Strandpromenade auf´s Rad gewechselt.

Die 30 km Radstrecke führte von Glücksburg Richtung Flensburg über Ringsberg, Rüde und einem Abstecher an der Küste entlang wieder zurück nach Glücksburg, wo eine Überraschung wartete. Lautstark feuerte hier ein Streckensprecher Zuschauer und Athleten an, die sich den "kleinen Solarer Berg" von Glücksburg hochkämpfen mussten. Auf den letzten zwei Radrunden bremste uns zusätzlich der stark aufkommende Wind. Nach 5:38 h und 180 km ging es wieder zurück in die Wechselzone.

Laufschuhe an und ab auf 5 Runden, entlang der Strandpromenade, hoch nach Glücksburg zum "Solarer Berg", durch die Stadt, über das Glücksburger Wasserschloss und den Yachthafen zurück zur Strandpromenade auf die zweite Runde. Langsam wurden die Beine schwerer und das Laufen etwas mühseliger. Doch die Anfeuerung von Annette ließ mich auch die letzten drei Runden durchhalten.

Nach 5:06 h über den Marathon und nochmals 200 Hm war es dann geschafft, Zieleinlauf nach 12:23 h und zur Belohnung nach dem vielen süßen Kram gab´s ein Flensburger Pils - eisgekühlt!

Fazit: 1500 Teilnehmer (600 Einzel, 300 Staffeln), eine sehr gute Organisation, malerische Landschaft, begeisterte Zuschauer, das gute Wetter sowie die abschließende Zielparty mit Feuerwerk rundeten den Tag perfekt ab.

Heinz