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Langdistanz Berglauf WM Zermatt

Ein Lauf vor der Kulisse des Matterhorns

... ist einer der Punkte, die jeder Läufer auf seine „Life to do list" haben sollte.

Da in diesem Jahr die Langdistanz Berglauf WM in Zermatt ausgetragen wurde, ließen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen dort zu starten. Um das Lauferlebnis voll auszukosten, meldete ich mich gleich bei meinem Debut für die volle Distanz, den Ultramarathon über 45.6 km an. Die Aussicht auf dem Gornergrat ist einzigartig und soll für alle Strapazen entschädigen.

Die Rekordhitze lies nicht nur die Gletscher schmelzen und die Pegel der Gebirgsbäche durch Zermatt ansteigen, sondern auch meinen Respekt vor diesem Lauf in ungeahnte Höhen steigen. Bereits im Zug von Zermatt zum Start in St. Nicklaus spürte man die Hitze. Die Startaufstellung liegt voll in der Morgensonne, als der Start auf Grund einer Zugverspätung um zwanzig Minuten verschoben wird. Um 9:55 durften wir dann endlich starten.

Bereits in St. Nicklaus waren die ersten Steigungen zu meistern, bevor sich das Läuferfeld, über Feldwege und landschaftlich schöne Singletrails, in Richtung Zermatt auseinander zieht.

In Zermatt ist nach 21,1km die halbe Distanz bewältigt. Hier sind kurz vorher die Läufer des Halbmarathons hinauf zum Riffelberg gestartet. Nach einer Schleife durch ganz Zermatt, beginnt der erste steile Anstieg über zehn Kilometer zur Sunnegga auf 2280 Metern. Bei einer etwas angenehmeren Temperatur kann ich auf den Trails, vorbei an den vielen Badenden im Grünsee, bis zur auf 2222 Metern gelegenen Riffelalp, wieder etwas Kraft sammeln. Hier erwarten mich unsere Fans Petra, Claudia und Michael.

Michael lässt mich einen Schluck seines teuer erstandenen Bieres kosten.

Danke!

Hier bei Kilometerpunkt „39" beginnt der härteste Teil der Strecke, ein sechseinhalb Kilometer langer Anstieg auf dem nochmals neunhundert Höhenmeter zu bewältigen sind.
Da ich gut in der Zeit liege und keine Probleme mehr mit dem Zeitlimit befürchte, beschließe ich auf dem Schlussspurt zu verzichten und es langsam angehen zu lassen. Genieße den Ausblick auf das Matterhorn, unterhalte mich mit meinen Mitstreitern und hole mein Handy zum fotografieren heraus. Dabei fange ich die Eindrücke einer einmaligen Landschaft ein.

Am Riffelberg treffe ich Karle, den Freund von Johannes, er ist den Halbmarathon gelaufen und hat nach dem er sein Finisher-Shirt abgeholt hat, wie geplant die Verlängerungsetappe zum Gornergrat unter die Beine genommen.

Über steiles und felsiges Gelände erreiche ich schließlich das Ziel in 3.089 Metern Höhe. Petra wartet schon auf mich und wir laufen gemeinsam durch den Zielbogen.
Bei der höchsten Massage, die ich je genossen habe, lass ich mir die Eindrücke dieses wunderbaren Tages nochmals durch den Kopf gehen und warte auf Ute und Johannes, die gemeinsam das Ziel erreichen.

 

 Die Deutsche Nationalmannschaft, der ASG und unsern Freunden aus Ketsch  

Die „Langstrecken Berglauf WM", die über die Marathondistanz ausgetragen wurde, gewann Tommaso Vaccina (3:01.51) aus Italien, bester deutscher wurde Thomas Kühlmann (3:11.25) aus Bonn.

Die Deutsche Berglauf Nationalmannschaft und Ihren Trainer hatten wir Freitags auf dem Gornergrat getroffen und Ihnen allen viel Erfolg gewünscht.

Achim Sprotte startete als einziger der ASG, ebenfalls über die Marathondistanz und Finishte in hervorragenden 4:54.15.

 

Ergebnisse: 

Achim Sprotte     Marathon        4:54.15
Klaus  Auer       Ultra           6:38:26
Arnold Ute        Ultra           7:15.38
Arnold Johannes   Ultra           7:15.38
Peschke Karl      Halbmarathon    3:36:01