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Goldener Herbst im Bottwartal (Marathon)

MZ Urmensch Ultra und 3/4 Marathon

Am Sonntag früh machten sich Roberta Mijatovic und Claudia Biewald auf den Weg nach Steinheim an der Murr im schwäbischen Bottwartal zum Marathon und dem 52,4 km MZ Urmensch Ultra. - Vor einigen Jahren brachten Kinder komische Dinge vom Spielen an der Murr mit nach Hause, als Experten sich dies genauer ansahen bemerkte man, dass es sich um Knochen des Steppenelefanten aus der Steinzeit handelte. Jetzt war man sich sicher, in Steinheim an der Murr gab es einmal Urmenschen und die sollten zurückkehren.....als Ultraläufer.

Noch immer den heftigen Muskelkater vom Gelita Lauf in Heidelberg in den Beinen, beschloss Roberta auf den 3/4 Erdinger Marathon umzumelden. So hatte sie noch zwei Stunden länger Zeit durch die Verkaufsstände zu stöbern und sich am Küchenbüffet aufzutanken.

Für Claudia Biewald fiel der Startschuß pünktlich um 8:30 Uhr am Kreisverkehr mit dem Steppi, dem Steppenelefanten dessen Gerippe in Eisen nachgebaut wurde. Den 150 Startern blieben 7:00 Std. Zeit bis zum Ziel. Das hört sich viel an, aber bei 1.100 Höhenmetern und schlammiger steiler Strecke, war dieses Zeitlimit nicht für jeden zu schaffen. Die morgendlichen Temperaturen waren noch niedrig, das änderte sich schnell und wurde zu einen wunderschönen Herbstwetter.

Bereits zum zweiten Mal entschied sich Claudia Biewald für den Trailrun MZ Urmensch Ultra über 52,4 km und, der größtenteils abseits der klassischen Bottwartal-Marathon Laufstrecke verläuft und alle Schönheiten (Berge, Hügel und Täler) des Bottwartals zeigt. Allerdings verlangt er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern alles ab. Es sind über 1100 Höhenmeter zu bewältigen!

So lernte ich das Bottwartal von einer anderen Seite kennen nämlich von oben. 2,5 km nach dem Start geht es kurz vor Kleinbottwar rechts ab, hoch in Richtung Forsthof, schon hier wird es warm, denn ca. 150 HM Höhendifferenz sind auf diesem kurzen Stück schon zu bewältigen. Von dort über Schotter und Waldwege zum Feuersee und zum Harzberg, dem höchsten Punkt der Strecke auf 496 m ü. M. . Durch den Wald geht es dann zur Sinzenburg. Anschließend dient uns als Wendemarke die Burg Lichtenberg, von der aus man den Blick über das ganze Tal hat. Man sieht auch die anderen Läufer unten im Tal, die sich nicht getraut haben, den Lichtenberg zu bezwingen. So geht es weiter bis wir bei km 44 in Großbottwar auf die Original Marathonstrecke kommen. Die dicken Schlammbrocken an den Füssen sind mittlerweile abgefallen und es kann durch die Stimmung an der Strecke kommt neuer Schwung in die Beine.
Roberta begab sich um 10:15 Uhr auf die 32,7 km lange Strecke mit 215 Höhenmetern durch die Ortschaften Kleinbottwar, Grossbottwar, Oberstenfeld bis Gronau und zurück nach Steinheim führte.
In Gronau angekommen, starteten die Halbmarathonis. Gefühlt waren nun Tausende Läufer auf der Strecke, viele im Steinzeitdress.
Auch sie war überwältigt von der Stimmung in den kleinen Ortschaften an der Strecke, Gronau war die Hochburg und so lief sie die 32,7 km ziemlich einfach und die 3:04 Std. verflogen wie im Nu.
Nach 6:58 Std. lief ich überglücklich gemeinsam mit vielen Läufern der anderen Distanzen ins Ziel. Immer noch standen zahlreiche Zuschauer an der Strecke, jubelten klatschten und ermutigten zum schnellen Endspurt.
Eine Laufveranstaltung die für die ganze Familie etwas bietet und dank der tollen Stimmung in den Ortschaften einen Riesenspaß macht.