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Zugspitz-Ultratrail

Darf es etwas mehr sein, oder wenn ein Ultra zum „Monster“ wird

Es gibt viele Möglichkeiten die Zugspitze zu erkunden. Manche sitzen in einem Biergarten und genießen den Ausblick auf den höchsten Berg Deutschlands, andere machen eine Wandertour, aber nur wenige laufen um das Zugspitzmassiv herum. Beim Zugspitzlauf wurden fünf verschiedene Laufstrecken angeboten: Der Basetrail, Basetrail XL, Supertrail, Supertrail XL und der Utratrail, die in unterschiedlichen Orten gestartet wurden aber alle in Grainau endeten. Alle Streckenabschnitte beinhalteten teilweise hochalpine Passagen, sodass neben Erfahrung in hochalpinem Gelände, auch sehr gute Kondition, Koordination und Konzentration gefragt waren. Die Strecken waren sehr anspruchsvoll und steil. Die Läufer wurden dabei aber immer wieder mit traumhaften Ausblicken im Wettersteingebirge belohnt.

In diesem Jahr stellten sich von der Ausdauersportgemeinschaft Claudia Biewald, Ute und Johannes Arnold zum ersten Mal der immensen Herausforderung des Ultratrails. Bereits zum vierten Male war  Michael Keller am Start, bei dem 102 Kilometer und 5412 Höhenmeter zu bewältigen waren. Frühmorgens ging das ASG-Quartett gemeinsam mit 529 Läuferinnen und Läufern aus 51 Nationen an den Start. Der Zugspitz-Ultratrail (ZUT) ist das größte Trailrun-Event in Deutschland und zählt zu den härtesten Trials der Welt. Um sicher zu gehen schrieb das Reglement einen medizinischen Check, Zeit-Limits und eine spezielle Ausrüstung vor. „Es war Pflicht, einen Laufrucksack zu tragen in dem neben Wasserbehälter, Regenkleidung, warmer Bekleidung, Mütze, Handschuhe, Erste Hilfe Set und vieles mehr  drin sein mussten. Dies wurde vor dem Start geprüft, und wer keine vollständige Ausrüstung dabei hatte wurde disqualifiziert“, so der ultraerfahrene Michael Keller.  

 

 Auch wenn es zehn Verpflegungsstellen gab, war es notwendig, genug Flüssigkeit  (1,5 Liter) dabei zu haben. In der Nacht benötigte man eine Stirnlampe und warme Kleidung. „In diesem Jahr kam in der Nacht leichter Regen und starker Nebel hinzu, was die Orientierung erschwerte“, teilte Ute Arnold mit. „Der Lauf ist ein "Monster", aber am Ende sind wir alle heil und glücklich im Ziel angekommen“ so Claudia Biewald nach ihrem Debüt. Trotz bester Vorbereitung mussten jedoch mehr als ein Viertel der Läuferinnen und Läufer aufgeben. Michael Keller benötigte 23:26:16 Stunden, Ute Arnold und Johannes Arnold 24:45:32 Stunden. Claudia Biewald sah nach 26:06:32 Stunden die Zielflagge.          

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