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Marion @ Barcelona Marathon 03/2016

Europäischer Frühjahrsklassiker

Mein Wintertraining sollte mit dem Barcelona – Marathon am 12. März zu Ende gehen. Barcelona ist einer der bekanntesten Frühjahrsklassiker in Europa. Ich hatte mich für den Marathon entschieden, weil es um die Jahreszeit schon angenehme Temperaturen sind, die Strecke flach ist und viele Sehenswürdigkeiten in den Streckenverlauf eingebunden sind.

Mit dem Flieger ging es Freitag Nachmittag in Richtung Barcelona. Da ich mich schon gut auskannte (siehe Marathon Tarragona), erreichte ich in kurzer Zeit mit der U - Bahn mein Hotel. Für den nächsten Tag hatte ich mir alle Unterlagen für die Messe ausgedruckt und konnte so den Samstag in Ruhe angehen. Die Messe öffnete ihre Pforten um 11 Uhr. Als ich auf dem Placa Espanya ankam, war ich sehr beeindruckt. Was für eine wunderbare und eindrucksvolle Kulisse.

 

Start und Ziel des 42.195 Kilometer langen Rundkurses ist auf der Av. Reina Christina. Das ist die lange Straße, die vom Plaça Espanya zum National Museum Catalunya und zu dem Magischen Springbrunnen hinauf führt. Hinter dem Springbrunnen, der am Tag des Marathons schon während des Tages eingeschaltet ist und seinen herrlichen Charme versprüht, befindet sich die Messe, in der die Marathon Expo an den beiden Vortagen des Marathons stattfindet.

Der flache Rundkurs des Marathons verläuft quer durch die Stadt. Zuerst geht es in westliche Richtung vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Camp Nou, ein Stück auf der Gran Via de les Cortes zur Passeig de Gràcia, der Einkaufsstrasse Barcelonas, am Casa Mila und am Casa Battlo vorbei. Von der Sagrada Familia verläuft die Strecke dann am Hospital de Sant Pau entlang zum Torre Agbar, am Parc de Cuitadella vorbei und durch den Arc de Triomf. Am Ende geht es durch das Gotische Viertel und ein Stück auf der Rambla zurück zum Startpunkt. Ich nahm also meine Startnummer 4959 entgegen und schlenderte gemütlich über die Ausstellung, um am anderen Ende mein T – Shirt entgegenzunehmen. Danach gab es für mich noch genügend Zeit die Umgebung um Start/Ziel anzuschauen.

Der Start des Marathons war 8:30 Uhr, was für die voraussichtlichen Temperaturen um 16° C  und sonnigem Wetter, auch gerechtfertigt ist. Als ich am Sonntag Morgen auf dem Placa Espanya ankam, füllte sich bereits der riesige Platz und die lange Straße mit Läufern und Zuschauern. Ich fand relativ schnell meinen Zugang zum blauen Block (Pacemaker 3:30:00 h) ließ mich noch fotografieren und traf meine Wettkampfvorbereitung. Dann schnell den Kleidersack abgegeben, um noch einen zeitlich sicheren Platz vor dem entsprechenden Häuschen zubekommen.

Der Zugang zum blauen Block war ziemlich voll. Ich beschloss mich einen Pacemaker weiter vorn einzuordnen. Und dann der Start: Jeder Block wurde mit dem bekannten Lied „Barcelona“ mit Freddie Mercury und der Opernsängerin Montserrat Caballe auf die Strecke geschickt. Die Zuschauer schrien und die Läufer klatschten und mir lief ein eiskalter Schauer über den Rücken – Wahnsinn. Über 13. 000 Teilnehmer aus der ganzen Welt nahmen die Strecke in Angriff.

Die Strecke ist nicht ganz so flach, wie beschrieben. Einige lange Straßenpassagen gehen leicht bergan und es gab einen leichten Gegenwind, was sich auf die Dauer bei meinem Tempo bemerkbar machte. Zehntausende Zuschauer säumten die Strecke und feuerten die Teilnehmer immer wieder an. Die Stimmung und die Verpflegung ließen nichts zu wünschen übrig – Kompliment.

Die letzten 300 m zum Ziel führen leicht bergauf und forderten von mir noch einmal alles. Zum Ende verlor ich doch ein bis zwei Minuten, aber mit meiner gelaufenen Zeit von 3:21:47 h war ich doch sehr zufrieden. Ein kleines Fazit zum Schluss meines Berichtes: Die erste Hälfte lief ich 1:38:51 h, den zweiten Teil in 1:42:57 h. Die Gesamtplatzierung von 13.346 Startern: 2.228 – zigste / von 2.194 gestarteten Frauen – 42. Platz / zweit beste Deutsche Frau von 40 Deutschen / von allen 520 deutschen Teilnehmern die 57 - zigste und der 17. Platz in meiner AK45W.